Blut & Wasser

Stress-Ausstellung

Heutzutage besteht kein Zweifel mehr, dass Stress als einer der größten gesundheitlichen Risikofaktoren der westlichen, modernen Gesellschaft zählt, da eine Stressreaktion zwar kurzfristig den Organismus unterstützt, ihn langfristig jedoch belastet und schädigt. Trotz eindeutiger Forschungsergebnisse fehlt der Gesellschaft ein sensibleres Bewusstsein für den gesundheitsschädlichen Dauerstress und die eigene Belastbarkeit. 

 

Das Ausstellungskonzept Blut und Wasser entstand aus der Idee, Stress zu visualisieren und somit für den Nutzer sichtbar zu machen. Dies soll dazu beitragen, dass der Betrachter seinen Körper besser kennenlernt und seine Empfindlichkeit auf Stress bewusster wahrnimmt. Da die Stressbelastung in der modernen Gesellschaft rasant steigt, hielt ich es für dringend notwendig, mehr gute und interessante Aufklärungsarbeit zu leisten. Diese wichtige Grundlage sollte geschaffen werden, um für jeden die Verknüpfung zwischen Stress und Gesundheit erkennbar zu machen, das eigene Stresslevel besser zu interpretieren und bei zu hoher Belastung präventiv agieren zu können. 

Die vorangehenden Inhalte meiner Ausstellung sind Informationen über Stress, den Zusammenhang von Stress und Gesundheit sowie Stressprävention. Das Ausstellungskonzept besteht aus fünf Stationen, die zur Informationsaufnahme, zur Interaktion und zum Lernen erstellt wurden. Die Einleitung definiert über Texte und Grafiken den Begriff Stress und visualisiert über Informationsgrafiken die Stressbelastung in Deutschland und auch die häufigsten Stressfaktoren. Der Hauptteil der Ausstellung zeigt eine ausführliche Grafik des menschlichen Körpers und die Prozesse, die bei Stress im Körper ablaufen und ausgelöst werden. Außerdem werden die gesundheitsschädlichen Folgen von Stress aufgezeigt. 

 

Die Highlightinstallation besteht aus einer Projektion, welche über einen Pulssensor beeinflusst wird. Über ein Sprachprogramm auf einem Display, muss der Besucher Kopfrechenaufgaben auf Zeit lösen, welche den Puls in die Höhe treiben sollen. So entsteht eine Stresssituation, die auch von anderen Besuchern über die Projektion beobachtet werden kann. Zuletzt wird ein Flyer mit Methoden zum Stressabbau ausgelegt, welcher von Besuchern mitgenommen werden kann. Das Ziel ist es, dass diese Methoden in den Alltag des Nutzers integriert werden. So bleibt die Thematik auch langfristig im Gedächtnis. ​​​​​​​